Volkslied aus Pommern ("Grün, grün, grün sind alle meine Kleider") mit neuem Text
Grün, grün, grün,
war einstmals alles Hoffen.
Grün die Wiesen,
grün war auch der Wald.
Damals schien der Horizont so offen,
heute sind die Tage leer und kalt.
All mein Sehnen sollte jung versiegen,
was geblieben - nur Erinnerung.
Blau, blau, blau,
war`n damals alle Meere.
Blau der Himmel,
blau so mancher See.
Doch die Wolken kamen mit viel Schwere,
nahmen all das Blau, wo ich heut steh'.
Alte Zeiten sollten bald schon schwinden,
in den Weiten, wie ein Blatt im Wind
Rot, rot, rot
war einstmals alle Liebe.
Rot wie Mohn
und heiß als wie die Glut.
Ach, wie wünscht ich, daß doch etwas bliebe,
Doch in Rot scheint heut nur noch das Blut.
Und schon rinnt es nieder, immer wieder,
auf die Träume, die dort nicht mehr sind.
Grün und Blau und Rot - sie sind Geschichte
und gesichtet lange schon nicht mehr.
Schwarz, schwarz, schwarz,
sind alle meine Träume.
Schwarz, bei Nacht
und manchmal auch bei Tag.
Schwarz die Meere, Wiesen und die Bäume,
schwarz was einst am Horizont noch lag.
Schwarz wär auch, wenn ich es denn noch fände,
bald das Ende, dunkel, schwer und kalt.
© DeGie